Diese Seite ist eine OER-Demo und -Schulungsumgebung. Sie zeigt OER-förderliche Software, erschlossene OER-Contentquellen sowie verbundene Demo-Infrastrukturen in Ländern und Bildungsorganisationen. Sie informiert über Entwicklungsstatus (z. B. Tool-Anbindungsstufen, Metadatenqualität von Quellen), zeigt notwendige Investitionen und vernetzt Akteure für gemeinsame Konzepte, Prototypen und Praxistranfer.

Die Vision

Lerninhalte können künftig kooperativ über die Grenzen von Organisationen und Ländern hinweg erstellt und genutzt sowie qualitäts- bzw. rechtsgesichert werden, ohne dass Nutzer:innen ihre gewohnten Softwaresysteme verlassen.
In teilnehmenden Softwaresystemen (Lernplattformen, Autor:innenentools, Repositorien) werden übergreifende Funktionen eingebunden sowie Redaktions- & Autor:innenen-Gruppen konzertiert angelegt und verbunden.

OER-förderliche Infrastruktur?

Es gibt noch keinen konkreten Plan, wie eine solche Infrastruktur aufzubauen ist. Aber Expert:innen sind sich weitgehend einig: Man muss dezentral bestehende Lernplattformen, Lerninhalte-Editoren und andere Systeme miteinander verbinden, um Lerninhalteaustausch sowie kooperative Erstellung zu ermöglichen. Die Infrastruktur braucht auch einige zentrale Komponenten, Schnittstellen, Standard, Governance-Strukturen u. v. m. – hören/sehen Sie selbst:


Beispiele:

  • eine Suche, die alles findet, passend zu meinem Kontext (Lehrplan, Kursumgebung, welche Inhalte dort schon eingebunden sind)
  • Formatprobleme löst das System (Abspiel- oder Konvertierungsservices für fremde Kurs- und Contentformate)
  • Lizenz-Assistenten helfen, rechtliche Fehler zu vermeiden
  • Veröffentlichungsassistent hilft beim Publizieren von OER, damit die Veröffentlichungen danach auf auffindbar sind
  • Das Netzwerk, welches Autorentools und Lernplattformen organisationsübergreifend verbindet, organisiert Kooperation. Als Lehrer:in finde ich dort z. B. eine Medienstudierende, die mir beim Setzen einer Anschauungsgrafik hilft
  • Redaktionen und Engagierte erschließen Quellen für Lerninhalte und Medien. Sie durchforsten große Bibliotheksbestände nach für die Lehre verwendbaren Medien und sortieren und kommunizieren Fundstücke so, dass ich sie finde/wahrnehme.

Warum diese Sandbox/Demo für OER-förderliche Infrastrukturen?

Bisher gab es keine Möglichkeit, diese Strukturen in einer INTEGRIERTEN Umgebung anzuschauen, sich davon inspirieren zu lassen und fehlende bzw. zu verbessernde Teile konzertiert zu ergänzen.

Diese Sandbox unterstützt Kooperation und Austausch, fördert didaktische sowie technische Vielfalt und gleichzeitig Kompatibilität und Harmonisierung. Sie soll unnötig redundante oder gegenläufige Entwicklungen vermeiden. Denn diese wären später zu konsolidieren oder als Insellösung von lebendigen Ökosystemen abgeschnitten.

Demo: für wen und wozu?

In der Demo-Umgebung sollen Entscheider:innen und Projektentwickler:innen von Bundesländern und Bildungsorganisationen sehen, was heute schon möglich und wo noch zu investieren ist. Im OER- & IT- Frühjahrs- und Sommercamp 2019 sowie in Online-Arbeitsgruppen werden Gemeinschaftsprojekte, Investitionsgemeinschaften oder Förderanträge abgestimmt.

Für Bildungs- und User- Experience-Expert:innen ist die Demo Ausgangspunkt für das Weiterdenken und Erprobungsumgebung für Konzepte und Prototypen. Expert:innen aus verschiedenen Ländern und Organisationen können ihre Tools in Kombination oder im Vergleich zu anderen einschätzen und verbessern. In OER- & IT-Camps und AGs entstehen gemeinsame Konzepte, Prototypen; Content-Hackathons mit Lehrenden geben Feedback.

Softwareentwickler-Teams können ihre Tools für diese Demo-Infrastruktur anpassen und bereitstellen. Die OER- & IT-Camps und Onlinearbeitsgruppen helfen beim Abstimmen von Schnittstellen, Austauschformaten u. a.

Content-Anbieter können ihre Inhalte für die Demo-Umgebung zur Verfügung stellen und Anbindungsprojekte initiieren. Als Gemeinschaft lernen wir, wie weit bestehende Metadaten und Contentformate die Auffindbar- und Nutzbarkeit unterstützen und wo wir als Gemeinschaft investieren müssen (z. B. KI-Metadaten-Generierung).

Betreiber-Organisationen für Bildungs-IT-Infrastrukturen können die Demo als Blaupause nutzen. Verwendete Quellcodes und Konzepte werden hier verlinkt.


Wer arbeitet mit?

In der Community sind mehrere thematische Arbeitsgruppen aktiv. Am IT-Thema arbeiten z. B.
Arbeitsgruppen zu Open Education: „4.AG Software & Infrastrukturen“
und „OER-Metadaten (DINI/KIM)“.

Was entstand bisher?

Kapitel 1 und 2 der „OERde Handlungsfelder“ enthalten kurze OER-IT-Handlungsempfehlungen, tiefergehende Konzepte für OER-förderliche Infrastrukturen finden sie hier.

Wie kann ich mitmachen?

1. Mich an den OER-AGs beteiligen

2. Am nächsten OER-IT-Camp teilnehmen

3. Nachnutzen und Eigenes teilen: Kontakt-Mail

Verfügbare OER Tools & Schnittstellen

Für jeden etwas dabei.


Ergebnisse der Kooperationen

1. Handlungsempfehlungen

Handlungsempfehlung: Governance Strukturen in den Bundesländern

Auf dem OER- und IT-Frühjahrscamp 2019 entstand eine zweiseitige Handlungsempfehlung, die den Ausbau von Governance-Strukturen im Schulbereich der Bundesländer nahelegt. Um Bildungsclouds und länderübergreifend vernetzte Bildungsinfrastrukturen aufzubauen, braucht es Ansprechpersonen und Wissensausbau. (https://kurzelinks.de/governance)

Handlungsempfehlung: OER-förderliche Infrastrukturen

Auf dem OER- und IT-Frühjahrscamp 2018 entstand diese Video-Handlungsempfehlung. Sie erklärt Komponenten und Aufbau einer OER-förderlichen Infrastruktur braucht und wie diese in Kooperation entstehen sollte.

2. Tools & Prototypen

Tool: OER-Lizenzstempel für Bilder

Der „CC-Stamper“ ist ein Lizenzierungsassistent für Fotos. Hochgeladene Fotos werden mit der gewünschte Creative Commons Lizenz „gestempelt“: Die Lizenz und der Urheber werden korrekt in die Bildmetadaten übernommen. Außerdem wird am unteren Bildrand ein kleiner, farblich passender Streifen mit den Lizenzinformationen angefügt. Ideal für Fotos von Bildungsausflügen.

Softwareentwickler:innen können das Tool in ihre Lernplattform integrieren – der Quellcode ist auf  GitHub verfügbar. Für die Erprobungsnutzung ist der Stamper als  Online-Service  verfügbar. Er entstand bei einem Hackathon 2017, wurde anschließend von der OERde-Community getestet und in mehreren Zyklen weiterentwickelt. Nun braucht es Budget für einen Ausbau für den Massenbetrieb.